Auf Einladung von digitalswitzerland und zusammen mit den Partnern EY, Dassault Systèmes, Ringier, PHOENIQS und Andermatt Swiss Alp tauschten sich am Digital Gipfel 2026 Schweiz in Andermatt bis gestern rund 200 Entscheidungsträger aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Verwaltung über die digitale Zukunft der Schweiz aus. Im Zentrum der von digitalswitzerland angeführten Insights am 26. und 27. Mai standen die Auswirkungen von KI, die digitale Souveränität, die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Schweiz sowie die Frage, wie die Schweiz ihre digitale Infrastruktur langfristig sichern kann.
digitalswitzerland lanciert am Digital Gipfel Schweiz den Swiss AI Action Plan zur aktiven Gestaltung der Schweizer KI-Zukunft und Sicherung der digitalen Handlungsfähigkeit.
Rund 200 Entscheidungsträger aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft tauschten sich in Andermatt zu Themen wie resiliente digitale Infrastrukturen und aus
Zu den hochkarätigen Speakern gehörten unter anderem WEF-Gründer Klaus Schwab, ETH-Präsident Joël Mesot und Swiss Re-CEO Andreas Berger
Der AI Action Plan leistet einen Diskussionsbeitrag zum globalen KI-Gipfel, der im Juni 2027 in Genf stattfinden wird.
Das neue DigitalBarometer 2026 offenbart ein hohes Bewusstsein für Technologie, zeigt aber auch deutliche Lücken beim praktischen KI-Anwendungswissen auf
Unter dem Motto «Using AI Opportunities While Maintaining Control» setzte digitalswitzerland mit der Präsentation des Swiss AI Action Plans einen strategischen Meilenstein für das Land. Im Rahmen des von der Dachorganisation für Digitalisierung gestalteten Programms mit über 25 Speakerinnen und Speakern tauschten sich rund 200 Teilnehmende unter anderem über die Umsetzung der e-ID, Investitionen in Rechenzentren und Energieversorgung, digitale Kompetenzen sowie Massnahmen zur Stärkung eines verantwortungsvollen Einsatzes von KI aus.
Zu den hochkarätigen Speakerinnen und Speakern gehörten unter anderem WEF-Gründer Klaus Schwab, ETH-Präsident Joël Mesot, Swiss Re CEO Andreas Berger, Harvard-Professor Felix Oberholzer-Gee, Mobiliar-CEO Michèle Rodoni, OpenAI-Manager Guido Brinkel, Microsoft-Vizepräsident Jeff Bullwinkel sowie EPFL-Vizepräsident Edouard Bugnion.
Für die Schweizer KI-Zukunft fordert digitalswitzerland-CEO Franziska Barmettler eine gemeinsame Kraftanstrengung: «Der Konsens des diesjährigen Digital Gipfels ist eindeutig.: Wir müssen jetzt entschlossen handeln. Es gilt jetzt, clever in unsere digitale Infrastruktur zu investieren, den Einsatz von KI in unserem Land zu beschleunigen und die KI-Kompetenz in der Bevölkerung zu stärken. Mit der ersten Version des Swiss AI Action Plans und den Ergebnissen des neuen DigitalBarometers haben wir in Andermatt dafür ein starkes Fundament gelegt. Auf der "Road to Geneva" müssen wir diesen Plan nun mit vereinten Kräften in messbare Resultate übertragen. Der Global AI Summit 2027 in Genf ist die Chance für die Schweiz, sich international als führende Nation für vertrauenswürdige KI zu positionieren.»
Die Ausgangslage des Gipfels wurde durch den am Dienstag publizierten DigitalBarometer 2026 der Stiftung Risiko-Dialog, digitalswitzerland und der Mobiliar gesteckt. Die repräsentative Erhebung zeigt die Stimmung der Bevölkerung gegenüber der Digitalisierung und damit auch Künstlicher Intelligenz auf:
Optimismus bei der KI-Entwicklung: Fast jede zweite Person (48 %) erwartet, dass die Chancen von KI in den nächsten fünf Jahren die Risiken überwiegen werden – insbesondere in der Industrie und Produktion wird das Potenzial sehr positiv bewertet.
Gewaltiger Swissness-Bonus: Sensationelle 83 % der Bevölkerung geben an, dass ein «Made in Switzerland»-Label ihr Vertrauen in digitale Dienste stärkt (ein EU-Label erreicht nur 53 %).
Stimmungswandel bei den gesellschaftlichen Folgen: Die seit 2020 überwiegend positive Wahrnehmung der Digitalisierung kippt erstmals. 41 % der Befragten bewerten den Einfluss heute negativ (nur 34 % positiv). Zudem haben 24 % das Gefühl, mit dem Tempo grundsätzlich nicht mehr Schritt halten zu können.
Kompetenz-Lücken im Alltag: Zwar schätzen sich 80 % im Umgang mit KI als reflektiert ein, im praktischen Alltag fühlen sich jedoch nur 53 % im Umgang mit KI-Tools wirklich sicher. Zudem befürchten 74 %, dass KI das kreative Arbeiten und das eigenständige Denken langfristig schwächen wird.
Vertrauen in Staat und Datenschutz: Bei der e-ID (56 %) und dem Patientendossier (58 %) geniesst der Staat deutlich mehr Vertrauen als Private – gleichzeitig priorisieren 76 % den Datenschutz vor reinem Komfort.
Als handlungsorientierte Antwort präsentiert digitalswitzerland, in enger Abstimmung mit dem BAKOM, erstmals den Swiss AI Action Plan. Diese dynamische Roadmap umfasst 23 konkrete Aktionen in fünf strategischen Kernbereichen, um die technologische Selbstbestimmung und Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz zu sichern:
Scaled AI Literacy & Education: Lancierung einer gross angelegten, nationalen Aufklärungskampagne ab 2027 mit dem Ziel, eine Million Menschen im verantwortungsvollen Umgang mit KI zu schulen. Ergänzt wird dies durch ein praxisnahes «Playbook for AI Adoption» für KMU sowie gezielt KI-Zertifikate für administrative Berufe.
World Class Research and Innovation: Förderung von Spitzenforschung und gezieltem Wissenstransfer in die Wirtschaft. Hierzu zählt unter anderem die Weiterentwicklung offener, transparenter Schweizer KI-Modelle (wie Apertus) für kritische Industrien sowie das Vorantreiben der Vision eines globalen «CERN for AI» als Diskussionsgrundlage für den AI Summit 2027.
Resilient Digital Infrastructure: Aufbau stabiler, inländischer Rechenzentrumskapazitäten durch eine Projektion des heimischen Bedarfs an Rechenleistung und Elektrizität. Zusätzlich sollen die Rahmenbedingungen für den Aufbau von KI-Infrastruktur verbessert werden.
AI-Ready Data: Bereitstellung qualitativ hochwertiger, verknüpfbarer und rechtlich abgesicherter Datenbestände aus dem öffentlichen und privaten Sektor, um als verlässlicher Treibstoff für KI-Anwendungen zu dienen.
Smart AI Governance: Ein innovationsfreundlicher, schlanker Regulierungsansatz, der Grundrechte schützt und durch freiwillige Branchen-Selbstverpflichtungen ergänzt wird.
Der Digital Gipfel 2026 machte deutlich: Die Schweiz verfügt über starke Voraussetzungen in Forschung, Innovation und Vertrauen. Gleichzeitig wächst der Druck, digitale Projekte schneller umzusetzen, den bestehenden Umsetzungsrückstand zu schliessen und strategische Infrastrukturen langfristig abzusichern.
digitalswitzerland wird die Ergebnisse aus Andermatt gemeinsam mit Wirtschaft, Politik und Wissenschaft direkt in die Praxis bringen und die Aktionen am Swiss AI Action Plan zusammen mit Partnern aus Wirtschaft, Verwaltung und Forschung fortlaufend vertiefen und weiterentwickeln. Ein zentraler nächster Meilenstein auf diesem Weg wird der Global AI Summit 2027 in Genf sein. Unterstützt wurde der diesjährige Digital Gipfel von den Partnern EY, Dassault Systèmes, Ringier, PHOENIQS und Andermatt Swiss Alps.
Mehr zum AI Action Plan finden Sie auf:
https://ai-actionplan.ch/
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David Torcasso
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